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Als erfahrene Brandschutzplaner haben wir die brandschutztechnische Ertüchtigung dieses Wohnhochhauses in Hermsdorf erfolgreich umgesetzt.

Aufgabe war die Erfüllung der Schutzziele der Thüringer Bauoordnung – also ein umfassender Gefahrenabwehrschutz für Bewohner und Einsatzkräfte.

Die Maßnahme umfasste die Optimierung der Außenhülle, risikoorientierte Sanierung, die Schaffung sicherer Rettungswege sowie den Rauch- und Wärmeabzug.

Wir koordinierten Objektplanung, Genehmigungen und Umsetzung zu einer normkonformen Lösung. Die abgeschlossene Ertüchtigung erfüllt zuverlässig das Schutzziel und erhöht die Sicherheit deutlich.

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Das direkt an die Bitterfelder Innenstadt angrenzende Quartier ist auf drei Seiten mit insgesamt 24 baugleichen Platten-Wohnhäusern bebaut, die aufgrund des langjährigen Sanierungsstaus einen hohen Leerstand verzeichnen.

Die jeweils 5-geschossigen Zweispänner haben derzeit keinen Ausgang zum Innenhof und sind untereinander durch einen im Souterrain liegenden Fernwärme-Verteilergang miteinander verbunden.

Unsere Studie untersuchte Vorschläge zur Neuordnung und Aufwertung des Quartiers:

  • Teilrückbau von Blöcken
  • Abstaffelung von Geschossen
  • Schaffung von Durchgängen und Aufwertung des Innenhofs zum öffentlichen „Stadtpark“
  • Zonierung privater, halböffentlicher und öffentlicher Außenbereiche mit Mieter- und
  • Gemeinschaftsgärten
  • Verbindung der Wohnungen mit dem grünen Innenhof
  • Besetzung der freigelassenen Quartiersecke
  • Öffnung der geschlossenen Giebelwände
  • Varianten zur barrierefreien Erschließung durch Aufzüge und Laubengänge
  • Grundrissänderungen zur Schaffung eines bunten Wohnungsmixes einschließlich Maisonette-Lösungen
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Aufbauend auf der Studie werden im 1. Bauabschnitt die elf baugleichen Plattenbau-Wohnblocks der Emil-Obst-Straße umgebaut und modernisiert.

Durch Rückbau zweier Blocks werden drei kompakte Blocks gebildet, die außerdem um zwei Etagen reduziert werden. Einer der beiden dadurch entstehenden Zwischenräume wird als Durchgang in den großen parkähnlichen Innenhof gestaltet. Dabei ist der im Souterrain liegende Fernwärme-Verbindergang zu überqueren, wodurch eine interessante Schwellen- und Übergangssituation entsteht.

Im Zuge der Fassadensanierung werden auch die bestehenden Balkone zurückgebaut und durch tiefere, freistehende und damit wärmebrückenfreie Konstruktionen ersetzt. Die Giebelwände werden durch Fenster belebt, so dass teilweise Tageslichtbäder entstehen. Die ehemals unprätentiösen Hauseingänge werden durch attraktive, adressbildende Windfänge ergänzt. Den Wohnungen im Hochparterre werden Mietergärten zugeordnet.

Durch behutsame Grundrissänderungen wird ein bunter Wohnungsmix von 2- bis 4-Raum-Wohnungen geschaffen.

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Mit der energetischen Sanierung der zwei 11-geschossigen Hochhäuser P2 setzt die GWG Halle-Neustadt mbH ein starkes Zeichen für Zukunftsfähigkeit und Wohnqualität.

Ein neues, zentrales und barrierearmes Eingangsgebäude verbindet beide Häuser und schafft ein klares, einladendes Entree. Das begrünte Dach und die sanft geführte Rampe unterstreichen den nachhaltigen und nutzerfreundlichen Ansatz.

Im Eingangsbereich sind von außen zugängliche Fahrradabstellräume integriert, die den Alltag der Bewohner spürbar erleichtern. Im Inneren ergänzen zusätzliche Abstellräume das funktionale Konzept sinnvoll.

Herzstück des neuen Foyers ist der mittig angeordnete Concierge, der Orientierung bietet und Begegnung ermöglicht. Farbig beschichtete Lochblechpaneele an Wänden und Decken verleihen dem Raum eine lebendige, moderne Atmosphäre. So entsteht ein Eingangsbereich, der nicht nur verbindet, sondern Identität stiftet und willkommen heißt.

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Die Hauptgeschäftsstelle Sparkasse Burgenlandkreis hat ihren Sitz in einem barocken Bürgerhaus am Marktplatz in Weißenfels, das in den 1990er Jahren um einen rückwärtigen Neubau entlang der Marktgasse und der Großen Kalandstraße erweitert wurde und neben der Filiale im Erdgeschoss auch Büros und Veranstaltungsräume in den Obergeschossen beherbergt.

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Ziel der Umbaumaßnahmen war die Neugestaltung des Erdgeschosses, um ein frisches, zeitgemäßes Ambiente für den Besucherverkehr zu schaffen – verbunden mit einem energetischen wie haustechnischen Update durch die vollständige Erneuerung von Fußbodenheizung, Klimatisierung, Sicherheits- und Kommunikationstechnik sowie der WC-Anlagen. Zudem sollten im Zuge der Neustrukturierung von Funktionsbereichen auch ein Teil der Filialfläche für Fremdvermietungen nutzbar gemacht werden.

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Das zentrale frei fließende Raumensemble überrascht mit einer modernen, offenen Deckengestaltung mit einer sichtbaren Installationsebene, die optisch mit allen technischen Einbauten und Leitungen in einem einheitlichen dunklen Farbton zusammen- gefasst wurde. Es entsteht eine großzügige, offene Raumwirkung, die zudem eine leichte Revisionierbarkeit und künftige Anpassung der Haustechnik ermöglicht.

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Exponierte Wandflächen wurden mit Designtapeten regionaler Motive gestaltet, die von der Grafikerin Luise Worms exklusiv für das Objekt entworfen wurden und gleichzeitig Namensgeber der einzelnen Räume sind. Eine raumhohe Wandgestaltung sowie die Nachbildung des Sparkassen-Logos aus konservierten Moosen setzen farbliche und gestalterische Highlights.

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Der Gestaltungsansatz fasst die unterschiedlichen räumlichen Situationen und baulichen Strukturen zu einem einheitlichen Ganzen zusammen. Dies gelingt durch einheitliche Materialien und Farben sowie das durchgängige Thema des geometrischen „Rahmens“ aus Eichenholz, das sich an Empfang, Kasse, Berater-büros und Einbauregalen wiederfindet.

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Als verbindendes Gestaltungselement ziehen sich zwei Leucht-Lianen als dreidimensionale Lichtskulpturen durch das gesamte Raumensemble. Exponierte Bereiche werden durch Ringleuchten fokussiert, kreisrunde Akustik-Elemente runden den abwechslungs-reichen und gleichzeitig ruhigen Gesamteindruck ab.

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Der rückwärtige Servicebereich mit seinem einladenden großen Konferenztisch kann außerhalb der Geschäftszeiten für Veranstaltungen an Geschäftspartner der Nachbarschaft vermietet werden. Die Beraterräume wurden hier in autarken, frei im Raum stehenden Boxen untergebracht, die den Gesamtraum erkennbar lassen und ihn gleichzeitig gliedern und auflockern.

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Über die offene Teeküche bzw. die Garderobe ist das Backoffice erreichbar – ein Großraumbüro mit Flex-Arbeitsplätzen, Telefon-boxen für entspanntes gemeinsames Arbeiten und anliegenden Einzelbüros für leitende Kollegen.

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Nahe des Zentrums an den historischen Franckesche Stiftungen gelegen wurden 12 ursprünglich baugleiche Wohnhochhäuser von verschiedenen Wohnungsgesellschaften saniert.

Mit unserem Beitrag für 2 Häuser der Wohnungsgenossenschaft FROHE ZUKUNFT konnten wir zu einer deutlichen Steigerung der Wohnqualität und zur Stabilisierung der Vermietungssituation beitragen. Das Gebäude wurde vollflächig gedämmt, einzelne Bauteile brandschutzmäßig ertüchtigt und die inneren Erschließungsräume aufgewertet. Die städtebaulich dominanten Baukörper erhielten eine neue Balkonanlage entlang der gesamten Westseite.

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Bei der Gestaltung der Ostseite und der Giebelfassaden wurde das Fugenbild der bestehenden geschosshohen Platten aufgegriffen und auf den neuen Außenputz projiziert. Auch in der Tragkonstruktion der vorgestellten Balkonablage ist ursprüngliche Gedanke des modularen Betonfertigteilbaus ablesbar. Farblich ist die gesamte Fassade homogen innerhalb einer Farbfamilie gestaltet.

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Der Gebäudesockel erhielt als Neuinterpretation der bauzeitlichen Gestaltung eine Bekleidung aus dunklen, kleinteiligen Glasfliesen. Im Wechselspiel zwischen matten und glänzenden Oberflächen ist hier ebenfalls das Logo des Bauherrn erkennbar.

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Eine ehemalige Landwirtschaftsschule wurde durch die Altenburger Wohnungsgenossenschaft AWG zu einem neuen Zuhause für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen umgebaut und erweitert.

Als vollstationäre Einrichtung gewährleistet die Lebenshilfe Altenburg e.V. hier eine intensive 24-Stunden-Betreuung in individuell möblierten Einzel-Appartements, individuelle und gemeinschaftliche Förder- und Beschäftigungsangebote sowie eine Tagespflege.

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Verwaltung und Personalräume sowie ein Teilhabezentrum sind im Erdgeschoss des Altbaus untergebracht, in den oberen Geschossen befinden sich barrierearme Wohnungen für den freien Wohnungsmarkt und für Klienten im ambulant betreuten Wohnen. Dafür wurden die Grundrisse neu organisiert und Balkone an den Giebeln ergänzt.

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Die Pflegeeinrichtung mit Appartements und offenen Gemeinschaftsbereichen befindet sich in einem 3-geschossigen Neubau. Große rückwärtige Gemeinschaftsterrassen ermöglichen mit einer offenen Treppe gleichzeitig den Zugang zum großzügigen Garten.

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Der Neubau wurde aus Kalksandstein errichtet und mit einer vorgesetzten Holzfassade verkleidet. Die unterschiedlichen Grade der Vor-Verwitterung der einzelnen Holzplanken geben dem Haus einen warmen, lebendigen Charakter. Zur Terrasse hin gehen die Planken in einen lockeren Verbund über, was ein interessantes Licht-Schattenspiel im halboffenen Innenraum erzeugt.

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Beide Gebäudeteile liegen auf einheitlichem Fußbodenniveau und werden durch einen Verbinderbau mit Aufzug barrierefrei erschlossen.

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1. Preis Einladungswettbewerb

Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen der Thüringer Fernwasserversorgung wurde auf dem Gebiet der ehemaligen Trinkwasseraufbereitungsanlage in Dörtendorf ein neuer Meisterstützpunkt errichtet.

Der Typologie der umliegenden Hofsituationen entsprechend erfolgte die Anordnung aller nötigen Funktionsbereiche (Garagen, Werkstätten, Lager) unter Einbeziehung des vorhandenen Gebäudebestandes um einen zentralen Werkhof.

Der zweigeschossige Neubau beherbergt neben dem Herzstück der Anlage, einem Datenknotenpunkt für das gesamte Versorgungsnetz der Thüringer Fernwasserversorgung, auch die Büroeinheiten und Sanitärbereiche der neuen Meisterbereiche.

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Das 1910 im historischen Paulusviertel errichtete Wohnhaus ist ein Kulturdenkmal und wurde grundhaft saniert. Alle Wohnungen erhalten einen Austritt – zum Teil über die wieder hergestellten straßenseitigen Balkone, zum anderen über eine neue hofseitige Balkonanlage. Der kleine Hinterhof wird von einer Mauer zur Nachbarschaft abgegrenzt und gibt Raum für einen kleinen Rückzugsort.  

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Zielstellung dieser umfangreichen Sanierung war die Qualifizierung und Anpassung des Gebäudes an veränderte Ansprüche durch Umgestaltung der Wohnungsgrößen und Grundrisse, Ausstattung sowie die niveaugleiche Erschließung aller Wohnungen. Dafür wurde das Erschließungssystem des Gebäudes grundhaft umgestaltet. 

Ein neuer, zentraler Eingang wurde an die Westseite verlegt. Durch den Anbau eines Laubenganges wird der Zugang zu den Wohneinheiten auf jeder Geschossebene ermöglicht. Zwei Treppenhäuser konnten rückgebaut und in Wohnfläche umgewidmet werden. Die beiden anderen Treppenhäuser blieben als Nebenausgänge bestehen und verhindern den unbefugten Zutritt zum Laubengang. 

Durch die Umgestaltung der Wohnungsgrößen und Grundrisse wurden aus ehemals 45 Wohneinheiten nun 33 Wohnungen mit eigenem Balkon, einschließlich einer Gästewohnung im Erdgeschoss.  

Für diese das Stadtbild prägenden Wohnhochhäuser in Hermsdorf entwickelten wir ein maßgeschneidertes Brandschutzkonzept zur nachhaltigen Ertüchtigung des Bestands. Die beiden versetzt angeordneten, elfgeschossigen Plattenbauten des Typs P2 Ratio stellten besondere Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz.

Im Fokus stand die sichere Nutzung des Gebäudekomplexes unter Berücksichtigung der vorhandenen Konstruktion aus großformatigen Betonfertigteilen. Bestehende Fassadenaufbauten, Loggien mit WDVS-System sowie die Nutzungsschwerpunkte im Erdgeschoss wurden detailliert analysiert und brandschutztechnisch bewertet. Ziel war es, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, das Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Bestandserhalt miteinander verbindet.

Durch unsere fachplanerische Expertise im Brandschutz konnten wir praxisnahe Lösungen erarbeiten, die den heutigen Anforderungen gerecht werden. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung und Aufwertung des Wohnstandorts in Hermsdorf.

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