





Zielstellung dieser umfangreichen Sanierung war die Qualifizierung und Anpassung des Gebäudes an veränderte Ansprüche durch Umgestaltung der Wohnungsgrößen und Grundrisse, Ausstattung sowie die niveaugleiche Erschließung aller Wohnungen. Dafür wurde das Erschließungssystem des Gebäudes grundhaft umgestaltet.
Ein neuer, zentraler Eingang wurde an die Westseite verlegt. Durch den Anbau eines Laubenganges wird der Zugang zu den Wohneinheiten auf jeder Geschossebene ermöglicht. Zwei Treppenhäuser konnten rückgebaut und in Wohnfläche umgewidmet werden. Die beiden anderen Treppenhäuser blieben als Nebenausgänge bestehen und verhindern den unbefugten Zutritt zum Laubengang.
Durch die Umgestaltung der Wohnungsgrößen und Grundrisse wurden aus ehemals 45 Wohneinheiten nun 33 Wohnungen mit eigenem Balkon, einschließlich einer Gästewohnung im Erdgeschoss.
Für diese das Stadtbild prägenden Wohnhochhäuser in Hermsdorf entwickelten wir ein maßgeschneidertes Brandschutzkonzept zur nachhaltigen Ertüchtigung des Bestands. Die beiden versetzt angeordneten, elfgeschossigen Plattenbauten des Typs P2 Ratio stellten besondere Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz.
Im Fokus stand die sichere Nutzung des Gebäudekomplexes unter Berücksichtigung der vorhandenen Konstruktion aus großformatigen Betonfertigteilen. Bestehende Fassadenaufbauten, Loggien mit WDVS-System sowie die Nutzungsschwerpunkte im Erdgeschoss wurden detailliert analysiert und brandschutztechnisch bewertet. Ziel war es, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, das Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Bestandserhalt miteinander verbindet.




Durch unsere fachplanerische Expertise im Brandschutz konnten wir praxisnahe Lösungen erarbeiten, die den heutigen Anforderungen gerecht werden. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung und Aufwertung des Wohnstandorts in Hermsdorf.
