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Das Studieninstitut für kommunale Verwaltung Sachsen-Anhalt e.V. „SIKOSA“ nutzt als zentrale Bildungsstätte aktuell ein denkmalgeschütztes Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Haupt-bahnhof Magdeburg. Von dem im Jahr 1871-1874 in U-Form errichteten Schulbau sind nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg heute nur noch die beiden 3-geschossigen Seitenflügel vorhanden.

Für die zu bedienenden Schülerzahlen sind die Klassenräume zu klein und nicht hinreichend flexibel. Zudem verzeichnet die in den 1990er Jahren sanierte Gebäudesubstanz einen hohen Sanierungsstau und entspricht nicht mehr aktuellen Brandschutzvorgaben.

Aufbauend auf eine fundierte Bestands- und Problemanalyse entwickelte und bewertete unsere Machbarkeitsstudie 4 verschiedenr Lösungsansätze in verschiedenen baulichen Größenordnungen.

Mit der Neuerrichtung eines verbindenden Mittelflügels kann eine städtebauliche Wunde geschlossen und das Grundstück wieder effektiv genutzt werden. In dem entstehenden Bildungscampus können am attraktiven Standort verschiedene kommunale Träger und Verbände unter einem Dach vereint werden.

Durch geschickte Anordnung der Nutzungsbereiche konnten die für Büros und Schulungsräume unterschiedlichen Geschosshöhen mit dem Altbau zu einem barrierfreien Ganzen verbunden werden.

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Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV) hat Ihren Stammsitz in einem 1993 errichteten Bürogebäude im südlichen Stadtrand von Magdeburg.

In diesem Gebäude verfügt die KZV mit derzeit ca. 2.000 m² Büroflächen über mehr Platz als benötigt.

Eine rückläufige Mitarbeiterzahl wie auch veränderte Arbeitsmodelle wie Homeoffice und hybrides Arbeiten verändern die Anforderungen an die Arbeitsplätze der Behörde.

Zusätzlich werden durch Digitalisierung von Akten neue Platzreserven im Untergeschoss frei. Die vorhandenen Büronutzflächen sollen minimiert, neu organisiert sowie teilweise für Fremdvermietung nutzbar gemacht werden.

Mit der Neugestaltung des Stand-ortes sollen hinsichtlich Raumstruktur und Gebäude-Flair moderne Arbeitswelten entstehen. Damit soll auch die Attraktivität der KZV als Arbeitgeber gesteigert werden.

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Mitten im historischen Zentrum von Halle (Saale) wurde dieses denkmalgeschützte Gebäude im Zuge einer umfassenden Sanierung brandschutztechnisch neu bewertet und zukunftsfähig aufgestellt. Der ehemals als Universitätszahnklinik genutzte klassizistische Bau dient heute als Verwaltungsgebäude der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH.

Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz begleiteten wir das Projekt unter besonderen denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen.

Zwei klar strukturierte Haupttreppenhäuser sichern die vertikale Erschließung sowie die Evakuierung der Nutzungseinheiten. Die historische Gebäudeform und das äußere Erscheinungsbild blieben vollständig erhalten. Durch die Einstufung als Sonderbau konnten gezielte Erleichterungen bei Holzbalkendecken, historischen Fenstern, Türen und Holztreppen realisiert werden. Diese wurden durch ein abgestimmtes Konzept aus organisatorischem und anlagentechnischem Brandschutz kompensiert.

In enger Zusammenarbeit mit dem Prüfingenieur für Brandschutz entstand so ein ausgewogenes Gesamtkonzept, das Sicherheit, Nutzung und Denkmalschutz vereint.

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Mit der Sanierung eines leerstehenden Verwaltungsgebäudes aus DDR-Zeiten soll moderner Wohnraum in zentraler Lage entstehen.

Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz entwickelten wir ein ganzheitliches Brandschutzkonzept nach aktuellen Anforderungen.

Der sechsgeschossige Gebäudeteil wird um ein Staffelgeschoss ergänzt und an den siebengeschossigen Kopfbau angepasst. Die bestehenden Treppenhäuser bleiben erhalten und werden funktional in das neue Nutzungskonzept integriert. Veraltete Aufzugsanlagen weichen modernen, barrierefreien Lösungen.

Besondere Herausforderungen ergaben sich durch die eingeschränkte Anleiterbarkeit durch die Feuerwehr durch bestehende Straßenlaternen und Straßenbahn-Oberleitungen. Durch einen Anleiterversuch konnte eine sichere Evakuierung über Fenster und Balkone des zweiten Rettungsweges nachgewiesen werden.

So entstand ein wirtschaftlich und baulich schlüssiges Brandschutzkonzept für die nachhaltige Umnutzung zum Wohngebäude.

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Für die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudeteile D und E der Universitätsklinik Halle (Saale) entwickelten wir ein maßgeschneidertes Brandschutzkonzept, das historische Substanz und moderne Nutzung sicher vereint. Im Fokus standen die komplexen Überschneidungen der Baukörper sowie die besonderen Anforderungen eines denkmalgeschützten Klinikgebäudes.

Künftig nutzen verschiedene Institute die Flächen für Büro-, Aufenthalts- und Laborräume, ergänzt durch neue Technikbereiche für Versorgung, Sicherheitstechnik und Raumklima.

Zentrale Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes waren neue Stahlbetondecken, klar strukturierte Nutzungseinheiten und die Integration notwendiger Treppenhäuser als bauliche Rettungswege. Eine zusätzliche Brandwand verhindert den Brandüberschlag innerhalb des Gesamtkomplexes.

Die bestehende Brandmeldeanlage wurde auf Kategorie I mit Feuerwehraufschaltung erweitert und durch Sicherheitsstromversorgung sowie Sicherheitsbeleuchtung ergänzt. Abgerundet wird das Konzept durch eine neue Brandschutzordnung Teil A–C in enger Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle.

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Für die beiden baugleichen Wohnhochhäuser vom DDR-Plattenbau-Typ P2 entwickelten wir im Zuge der energetischen Sanierung neben der gesamten Objektplanung auch eine maßgeschneiderte Brandschutzplanung.

Im Fokus stand die sichere Evakuierung der Bewohner über zwei bauliche Rettungswege – eine besondere Herausforderung, da der verbindende Rettungsgang nur in drei Etagen vorhanden ist. Ergänzend zur neuen Balkonanlage aus Stahlbeton-Fertigteilen entlang der Westfassade wurden gezielte brandschutztechnische Maßnahmen integriert. Durch den Einbau feuerbeständiger Türen in Abstellräumen und Lobby sowie einen zusätzlichen Hinterausgang im Erdgeschoss konnte die Sicherheit entscheidend erhöht werden.

Das Ergebnis ist ein belastbares Brandschutzkonzept für den Sonderbau, das Bestand, Nutzung und Zukunftsfähigkeit vereint.

Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz entwickeln wir genehmigungsfähige Lösungen, die Sicherheit schaffen und kostenoptimierte Sanierungen verlässlich ermöglichen.

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Mit dem sogenenannten „Riesenhaus“ wird ein prägendes Einzeldenkmal aus dem 17. Jahrhundert behutsam saniert und in zeitgemäßen Wohnraum überführt.

Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz begleiten wir das Projekt mit maßgeschneiderten Lösungen, das den besonderen Anforderungen des sechsgeschossigen, denkmalgeschützten Bestandsgebäudes gerecht wird und und gleichzeitig heutige Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Die komplexe Gebäudestruktur mit Durchfahrt, Mansarddach und massiven Treppenhäusern erforderte präzise Analysen und kreative Lösungen. Durch einen Anleiterversuch konnten bestehende Rettungsfenster trotz begrenzter Abmessungen weiterhin als sichere Rettungswege nachgewiesen werden. Bestehende Holzbalkendecken wurden brandschutztechnisch kompensiert, ohne in die historische Substanz einzugreifen. Vernetzte Rauchwarnmelder sorgen heute für eine schnelle, hausinterne Alarmierung aller Wohneinheiten.

So verbindet das Brandschutzkonzept Sicherheit, Denkmalschutz und moderne Wohnqualität, ohne die Identität des Gebäudes zu beeinträchtigen. Unsere Fachplanung verbindet technisches Know-how mit Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz.

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Das direkt an die Bitterfelder Innenstadt angrenzende Quartier ist auf drei Seiten mit insgesamt 24 baugleichen Platten-Wohnhäusern bebaut, die aufgrund des langjährigen Sanierungsstaus einen hohen Leerstand verzeichnen.

Die jeweils 5-geschossigen Zweispänner haben derzeit keinen Ausgang zum Innenhof und sind untereinander durch einen im Souterrain liegenden Fernwärme-Verteilergang miteinander verbunden.

Unsere Studie untersuchte Vorschläge zur Neuordnung und Aufwertung des Quartiers:

  • Teilrückbau von Blöcken
  • Abstaffelung von Geschossen
  • Schaffung von Durchgängen und Aufwertung des Innenhofs zum öffentlichen „Stadtpark“
  • Zonierung privater, halböffentlicher und öffentlicher Außenbereiche mit Mieter- und
  • Gemeinschaftsgärten
  • Verbindung der Wohnungen mit dem grünen Innenhof
  • Besetzung der freigelassenen Quartiersecke
  • Öffnung der geschlossenen Giebelwände
  • Varianten zur barrierefreien Erschließung durch Aufzüge und Laubengänge
  • Grundrissänderungen zur Schaffung eines bunten Wohnungsmixes einschließlich Maisonette-Lösungen
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Aufbauend auf der Studie werden im 1. Bauabschnitt die elf baugleichen Plattenbau-Wohnblocks der Emil-Obst-Straße umgebaut und modernisiert.

Durch Rückbau zweier Blocks werden drei kompakte Blocks gebildet, die außerdem um zwei Etagen reduziert werden. Einer der beiden dadurch entstehenden Zwischenräume wird als Durchgang in den großen parkähnlichen Innenhof gestaltet. Dabei ist der im Souterrain liegende Fernwärme-Verbindergang zu überqueren, wodurch eine interessante Schwellen- und Übergangssituation entsteht.

Im Zuge der Fassadensanierung werden auch die bestehenden Balkone zurückgebaut und durch tiefere, freistehende und damit wärmebrückenfreie Konstruktionen ersetzt. Die Giebelwände werden durch Fenster belebt, so dass teilweise Tageslichtbäder entstehen. Die ehemals unprätentiösen Hauseingänge werden durch attraktive, adressbildende Windfänge ergänzt. Den Wohnungen im Hochparterre werden Mietergärten zugeordnet.

Durch behutsame Grundrissänderungen wird ein bunter Wohnungsmix von 2- bis 4-Raum-Wohnungen geschaffen.

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Mit der energetischen Sanierung der zwei 11-geschossigen Hochhäuser P2 setzt die GWG Halle-Neustadt mbH ein starkes Zeichen für Zukunftsfähigkeit und Wohnqualität.

Ein neues, zentrales und barrierearmes Eingangsgebäude verbindet beide Häuser und schafft ein klares, einladendes Entree. Das begrünte Dach und die sanft geführte Rampe unterstreichen den nachhaltigen und nutzerfreundlichen Ansatz.

Im Eingangsbereich sind von außen zugängliche Fahrradabstellräume integriert, die den Alltag der Bewohner spürbar erleichtern. Im Inneren ergänzen zusätzliche Abstellräume das funktionale Konzept sinnvoll.

Herzstück des neuen Foyers ist der mittig angeordnete Concierge, der Orientierung bietet und Begegnung ermöglicht. Farbig beschichtete Lochblechpaneele an Wänden und Decken verleihen dem Raum eine lebendige, moderne Atmosphäre. So entsteht ein Eingangsbereich, der nicht nur verbindet, sondern Identität stiftet und willkommen heißt.

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Durch den Bauherren war der Umbau der bestehenden Souterrain Wohnung mit einer Wohn­fläche von ca. 65 m² in Halle Kröllwitz gewünscht.

Nach dem Rückbau von alten Putzlagen, nicht tragenden Innenwänden und alten Fußbodenaufbauten erfolgte der schrittweise Wiedereinbau der neuen Elemente.

Um einen räumlichen Bezug zum nach Süden ausgerichteten Vorgarten zu erreichen, wurde ein Teilbereich auf das Niveau der Souterrain- Wohnung gebracht, so dass ein kleiner privater Außenraum entstanden ist.

Neben dem Einbau von neuen, denkmalgerechten Holzfenstern erfolgte der Neuaufbau des Fußbodens mit Fußbodenheizung. Ein ehemaliger Abstellraum wurde zum neuen, innen liegenden Bad umfunktioniert. Alte Türen wurden fachgerecht aufgearbeitet, fehlende Türblätter in Anlehnung neu gebaut. Das neue Parkett wurde durch großformatige Fliesen in Küche und Bad ergänzt.

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