
Im Herzen von Weißenfels lieferten wir für die Neugestaltung und Modernisierung der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Burgenlandkreis nicht nur die Objektplanung, sondern gleichzeitig auch die maßgeschneiderte Brandschutzplanung.
Das Ensemble aus historischem Altbau und moderner Erweiterung stellte hohe Anforderungen an die Abstimmung von Architektur, Nutzung und vorbeugendem Brandschutz.
Durch die klare Gliederung in zwei Brandabschnitte und die Trennung mittels Brandwänden wurde eine sichere und zugleich flexible Gebäudestruktur geschaffen. Drei notwendige Treppenräume gewährleisten kurze und sichere Rettungswege für Mitarbeitende und Besucher. Die großen Nutzungseinheiten erlauben eine zukunftsfähige Anpassung der Flächen, ohne die brandschutztechnischen Anforderungen aus dem Blick zu verlieren. Ergänzend sorgt der anlagentechnische Brandschutz mit Brandmeldeanlage und direkter Aufschaltung zur Feuerwehr für ein hohes Sicherheitsniveau. Ein Brandschutzvorhang im Erdgeschoss unterstützt zusätzlich die kontrollierte Evakuierung.
So verbindet das Projekt moderne Bankarchitektur mit einem ganzheitlichen und leistungsfähigen Brandschutzkonzept.




Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV) hat Ihren Stammsitz in einem 1993 errichteten Bürogebäude im südlichen Stadtrand von Magdeburg.
In diesem Gebäude verfügt die KZV mit derzeit ca. 2.000 m² Büroflächen über mehr Platz als benötigt.
Eine rückläufige Mitarbeiterzahl wie auch veränderte Arbeitsmodelle wie Homeoffice und hybrides Arbeiten verändern die Anforderungen an die Arbeitsplätze der Behörde.
Zusätzlich werden durch Digitalisierung von Akten neue Platzreserven im Untergeschoss frei. Die vorhandenen Büronutzflächen sollen minimiert, neu organisiert sowie teilweise für Fremdvermietung nutzbar gemacht werden.
Mit der Neugestaltung des Stand-ortes sollen hinsichtlich Raumstruktur und Gebäude-Flair moderne Arbeitswelten entstehen. Damit soll auch die Attraktivität der KZV als Arbeitgeber gesteigert werden.




Das Studieninstitut für kommunale Verwaltung Sachsen-Anhalt e.V. „SIKOSA“ nutzt als zentrale Bildungsstätte aktuell ein denkmalgeschütztes Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Haupt-bahnhof Magdeburg. Von dem im Jahr 1871-1874 in U-Form errichteten Schulbau sind nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg heute nur noch die beiden 3-geschossigen Seitenflügel vorhanden.
Für die zu bedienenden Schülerzahlen sind die Klassenräume zu klein und nicht hinreichend flexibel. Zudem verzeichnet die in den 1990er Jahren sanierte Gebäudesubstanz einen hohen Sanierungsstau und entspricht nicht mehr aktuellen Brandschutzvorgaben.
Aufbauend auf eine fundierte Bestands- und Problemanalyse entwickelte und bewertete unsere Machbarkeitsstudie 4 verschiedenr Lösungsansätze in verschiedenen baulichen Größenordnungen.
Mit der Neuerrichtung eines verbindenden Mittelflügels kann eine städtebauliche Wunde geschlossen und das Grundstück wieder effektiv genutzt werden. In dem entstehenden Bildungscampus können am attraktiven Standort verschiedene kommunale Träger und Verbände unter einem Dach vereint werden.
Durch geschickte Anordnung der Nutzungsbereiche konnten die für Büros und Schulungsräume unterschiedlichen Geschosshöhen mit dem Altbau zu einem barrierfreien Ganzen verbunden werden.







Ideenwettbewerb
Nördlicher Saalplatz zwischen Saale und „Alte Bibel“
Das markante bewegte Gelände des an der Saale gelegenen Areals im Herzen der Stadt Bernburg (Saale) bietet sowohl Hürden hinsichtlich der Barrierefreiheit als auch Potential als Verknüpfungspunkt innerhalb der Berg- und Talstadt.
Der aktuell abgeschiedene Park der hinaufführenden Bibelterrassen wird in das Wettbewerbsareal integriert und somit erlebbar für Touristen und Bewohner der Stadt. Die aktuell vorhandene Trennung zwischen Parkanlage und Stadtraum wird aufgelöst, ohne auf die wichtige Abgrenzung zum Saalplatz zu verzichten.
Die straßenseitigen Baukörper empfinden die Terrassierung der Geländestruktur nach, sodass eine Staffelung auch von der Stadtseite sichtbar ist. Begrünte Sockelzonen spiegeln den Charakter des rückwärtigen Grüns wider.


Mitten im historischen Zentrum von Halle (Saale) wurde dieses denkmalgeschützte Gebäude im Zuge einer umfassenden Sanierung brandschutztechnisch neu bewertet und zukunftsfähig aufgestellt. Der ehemals als Universitätszahnklinik genutzte klassizistische Bau dient heute als Verwaltungsgebäude der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH.
Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz begleiteten wir das Projekt unter besonderen denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen.
Zwei klar strukturierte Haupttreppenhäuser sichern die vertikale Erschließung sowie die Evakuierung der Nutzungseinheiten. Die historische Gebäudeform und das äußere Erscheinungsbild blieben vollständig erhalten. Durch die Einstufung als Sonderbau konnten gezielte Erleichterungen bei Holzbalkendecken, historischen Fenstern, Türen und Holztreppen realisiert werden. Diese wurden durch ein abgestimmtes Konzept aus organisatorischem und anlagentechnischem Brandschutz kompensiert.
In enger Zusammenarbeit mit dem Prüfingenieur für Brandschutz entstand so ein ausgewogenes Gesamtkonzept, das Sicherheit, Nutzung und Denkmalschutz vereint.






Mit der Sanierung eines leerstehenden Verwaltungsgebäudes aus DDR-Zeiten soll moderner Wohnraum in zentraler Lage entstehen.
Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz entwickelten wir ein ganzheitliches Brandschutzkonzept nach aktuellen Anforderungen.
Der sechsgeschossige Gebäudeteil wird um ein Staffelgeschoss ergänzt und an den siebengeschossigen Kopfbau angepasst. Die bestehenden Treppenhäuser bleiben erhalten und werden funktional in das neue Nutzungskonzept integriert. Veraltete Aufzugsanlagen weichen modernen, barrierefreien Lösungen.
Besondere Herausforderungen ergaben sich durch die eingeschränkte Anleiterbarkeit durch die Feuerwehr durch bestehende Straßenlaternen und Straßenbahn-Oberleitungen. Durch einen Anleiterversuch konnte eine sichere Evakuierung über Fenster und Balkone des zweiten Rettungsweges nachgewiesen werden.
So entstand ein wirtschaftlich und baulich schlüssiges Brandschutzkonzept für die nachhaltige Umnutzung zum Wohngebäude.


Die Hauptgeschäftsstelle Sparkasse Burgenlandkreis hat ihren Sitz in einem barocken Bürgerhaus am Marktplatz in Weißenfels, das in den 1990er Jahren um einen rückwärtigen Neubau entlang der Marktgasse und der Großen Kalandstraße erweitert wurde und neben der Filiale im Erdgeschoss auch Büros und Veranstaltungsräume in den Obergeschossen beherbergt.


Ziel der Umbaumaßnahmen war die Neugestaltung des Erdgeschosses, um ein frisches, zeitgemäßes Ambiente für den Besucherverkehr zu schaffen – verbunden mit einem energetischen wie haustechnischen Update durch die vollständige Erneuerung von Fußbodenheizung, Klimatisierung, Sicherheits- und Kommunikationstechnik sowie der WC-Anlagen. Zudem sollten im Zuge der Neustrukturierung von Funktionsbereichen auch ein Teil der Filialfläche für Fremdvermietungen nutzbar gemacht werden.


Das zentrale frei fließende Raumensemble überrascht mit einer modernen, offenen Deckengestaltung mit einer sichtbaren Installationsebene, die optisch mit allen technischen Einbauten und Leitungen in einem einheitlichen dunklen Farbton zusammen- gefasst wurde. Es entsteht eine großzügige, offene Raumwirkung, die zudem eine leichte Revisionierbarkeit und künftige Anpassung der Haustechnik ermöglicht.


Exponierte Wandflächen wurden mit Designtapeten regionaler Motive gestaltet, die von der Grafikerin Luise Worms exklusiv für das Objekt entworfen wurden und gleichzeitig Namensgeber der einzelnen Räume sind. Eine raumhohe Wandgestaltung sowie die Nachbildung des Sparkassen-Logos aus konservierten Moosen setzen farbliche und gestalterische Highlights.


Der Gestaltungsansatz fasst die unterschiedlichen räumlichen Situationen und baulichen Strukturen zu einem einheitlichen Ganzen zusammen. Dies gelingt durch einheitliche Materialien und Farben sowie das durchgängige Thema des geometrischen „Rahmens“ aus Eichenholz, das sich an Empfang, Kasse, Berater-büros und Einbauregalen wiederfindet.


Als verbindendes Gestaltungselement ziehen sich zwei Leucht-Lianen als dreidimensionale Lichtskulpturen durch das gesamte Raumensemble. Exponierte Bereiche werden durch Ringleuchten fokussiert, kreisrunde Akustik-Elemente runden den abwechslungs-reichen und gleichzeitig ruhigen Gesamteindruck ab.


Der rückwärtige Servicebereich mit seinem einladenden großen Konferenztisch kann außerhalb der Geschäftszeiten für Veranstaltungen an Geschäftspartner der Nachbarschaft vermietet werden. Die Beraterräume wurden hier in autarken, frei im Raum stehenden Boxen untergebracht, die den Gesamtraum erkennbar lassen und ihn gleichzeitig gliedern und auflockern.


Über die offene Teeküche bzw. die Garderobe ist das Backoffice erreichbar – ein Großraumbüro mit Flex-Arbeitsplätzen, Telefon-boxen für entspanntes gemeinsames Arbeiten und anliegenden Einzelbüros für leitende Kollegen.



Mit der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes entstand ein neuer Haupteingang, der als „Adresse“ verstanden wird und Besucher wie Mitarbeiter durch eine vorgelagerte Eingangszone ins Gebäude leitet.


Während sich der Anbau, der auch zwei Vorstandsräume und einen Besprechungsraum enthält, baukörperlich in den Bestand einordnet, nimmt er durch Fassadengestaltung und Materialität eine eigenständige Position innnerhalb des Gesamtensembles ein. Die Aufstockung des Bestandsgebäudes wurde als vorgefertigter Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Metallfassade umgesetzt.
Die schützende und zugleich durchlässige „Filterschicht“ aus perforierten Metallen (z.B. Lochblech und Streckmetall) wird als neues Leitmaterial verstanden und zieht sich gestalterisch als verbindendes Element bis über die Hauptfassade.








1. Preis Einladungswettbewerb
Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen der Thüringer Fernwasserversorgung wurde auf dem Gebiet der ehemaligen Trinkwasseraufbereitungsanlage in Dörtendorf ein neuer Meisterstützpunkt errichtet.
Der Typologie der umliegenden Hofsituationen entsprechend erfolgte die Anordnung aller nötigen Funktionsbereiche (Garagen, Werkstätten, Lager) unter Einbeziehung des vorhandenen Gebäudebestandes um einen zentralen Werkhof.
Der zweigeschossige Neubau beherbergt neben dem Herzstück der Anlage, einem Datenknotenpunkt für das gesamte Versorgungsnetz der Thüringer Fernwasserversorgung, auch die Büroeinheiten und Sanitärbereiche der neuen Meisterbereiche.