
Im Rahmen der Studie sollen die Möglichkeiten einer Bebauung des Grundstücks „Am Rosengarten 83-83e“ im Süden von Halle (Saale) mit Tiny Häusern in modularer Bauweise überprüft werden.
Auftraggeberin ist die Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG (HWF), die beabsichtigt, auf dem als Wohnbaufläche ausgewiesene Areal ein kleinteiliges, zukunftsfähiges und generationengerechtes Wohnquartier zu entwickeln.
Hauptziel der städtebaulichen Rahmenuntersuchung ist die Prüfung der Umsetzbarkeit des Bauvorhabens unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte.




Das Studieninstitut für kommunale Verwaltung Sachsen-Anhalt e.V. „SIKOSA“ nutzt als zentrale Bildungsstätte aktuell ein denkmalgeschütztes Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Haupt-bahnhof Magdeburg. Von dem im Jahr 1871-1874 in U-Form errichteten Schulbau sind nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg heute nur noch die beiden 3-geschossigen Seitenflügel vorhanden.
Für die zu bedienenden Schülerzahlen sind die Klassenräume zu klein und nicht hinreichend flexibel. Zudem verzeichnet die in den 1990er Jahren sanierte Gebäudesubstanz einen hohen Sanierungsstau und entspricht nicht mehr aktuellen Brandschutzvorgaben.
Aufbauend auf eine fundierte Bestands- und Problemanalyse entwickelte und bewertete unsere Machbarkeitsstudie 4 verschiedenr Lösungsansätze in verschiedenen baulichen Größenordnungen.
Mit der Neuerrichtung eines verbindenden Mittelflügels kann eine städtebauliche Wunde geschlossen und das Grundstück wieder effektiv genutzt werden. In dem entstehenden Bildungscampus können am attraktiven Standort verschiedene kommunale Träger und Verbände unter einem Dach vereint werden.
Durch geschickte Anordnung der Nutzungsbereiche konnten die für Büros und Schulungsräume unterschiedlichen Geschosshöhen mit dem Altbau zu einem barrierfreien Ganzen verbunden werden.







Ideenwettbewerb
Nördlicher Saalplatz zwischen Saale und „Alte Bibel“
Das markante bewegte Gelände des an der Saale gelegenen Areals im Herzen der Stadt Bernburg (Saale) bietet sowohl Hürden hinsichtlich der Barrierefreiheit als auch Potential als Verknüpfungspunkt innerhalb der Berg- und Talstadt.
Der aktuell abgeschiedene Park der hinaufführenden Bibelterrassen wird in das Wettbewerbsareal integriert und somit erlebbar für Touristen und Bewohner der Stadt. Die aktuell vorhandene Trennung zwischen Parkanlage und Stadtraum wird aufgelöst, ohne auf die wichtige Abgrenzung zum Saalplatz zu verzichten.
Die straßenseitigen Baukörper empfinden die Terrassierung der Geländestruktur nach, sodass eine Staffelung auch von der Stadtseite sichtbar ist. Begrünte Sockelzonen spiegeln den Charakter des rückwärtigen Grüns wider.



In ruhiger Wohnlage der nördlichen Innenstadt von Halle (Saale) entstand ein fünfgeschossiges Wohngebäude mit 18 Wohneinheiten in zweiter Reihe.
Durch ein geschicktes und schlüssiges Brandschutzkonzept gelang es uns in unserem siegreichen Wettbewerbsbeitrag, den Neubau unter Einhaltung der Abstandsflächen optimal auszudehnen und einen Entwurf mit maximaler Wohnfläche vorzulegen.
Alle Wonungen sind kreisförmig um ein innenliegendes Treppenhaus organisiert, welches im Brandfall so lange wie möglich rauchfrei gehalten werden kann. Für den vorderen Gebäudeteil kann die Personenrettung im Brandfall durch die Fahrzeuge der Feuerwehr erfolgen, während für den hinteren Baukörper individuelle Anleiterflächen realisiert wurden. Damit erfüllen wir die Vorgaben der Bauordnung schaffen die Grundlage für eine sichere Evakuierung und wirksame Löscharbeiten.
Das Projekt zeigt, wie durch frühzeitige Brandschutzplanung architektonische Qualität und optimale Grundstücksauslastung vereint werden können.



Nahe des Zentrums an den historischen Franckesche Stiftungen gelegen wurden 12 ursprünglich baugleiche Wohnhochhäuser von verschiedenen Wohnungsgesellschaften saniert.
Mit unserem Beitrag für 2 Häuser der Wohnungsgenossenschaft FROHE ZUKUNFT konnten wir zu einer deutlichen Steigerung der Wohnqualität und zur Stabilisierung der Vermietungssituation beitragen. Das Gebäude wurde vollflächig gedämmt, einzelne Bauteile brandschutzmäßig ertüchtigt und die inneren Erschließungsräume aufgewertet. Die städtebaulich dominanten Baukörper erhielten eine neue Balkonanlage entlang der gesamten Westseite.


Bei der Gestaltung der Ostseite und der Giebelfassaden wurde das Fugenbild der bestehenden geschosshohen Platten aufgegriffen und auf den neuen Außenputz projiziert. Auch in der Tragkonstruktion der vorgestellten Balkonablage ist ursprüngliche Gedanke des modularen Betonfertigteilbaus ablesbar. Farblich ist die gesamte Fassade homogen innerhalb einer Farbfamilie gestaltet.


Der Gebäudesockel erhielt als Neuinterpretation der bauzeitlichen Gestaltung eine Bekleidung aus dunklen, kleinteiligen Glasfliesen. Im Wechselspiel zwischen matten und glänzenden Oberflächen ist hier ebenfalls das Logo des Bauherrn erkennbar.

Mit der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes entstand ein neuer Haupteingang, der als „Adresse“ verstanden wird und Besucher wie Mitarbeiter durch eine vorgelagerte Eingangszone ins Gebäude leitet.


Während sich der Anbau, der auch zwei Vorstandsräume und einen Besprechungsraum enthält, baukörperlich in den Bestand einordnet, nimmt er durch Fassadengestaltung und Materialität eine eigenständige Position innnerhalb des Gesamtensembles ein. Die Aufstockung des Bestandsgebäudes wurde als vorgefertigter Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Metallfassade umgesetzt.
Die schützende und zugleich durchlässige „Filterschicht“ aus perforierten Metallen (z.B. Lochblech und Streckmetall) wird als neues Leitmaterial verstanden und zieht sich gestalterisch als verbindendes Element bis über die Hauptfassade.




Eine ehemalige Landwirtschaftsschule wurde durch die Altenburger Wohnungsgenossenschaft AWG zu einem neuen Zuhause für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen umgebaut und erweitert.
Als vollstationäre Einrichtung gewährleistet die Lebenshilfe Altenburg e.V. hier eine intensive 24-Stunden-Betreuung in individuell möblierten Einzel-Appartements, individuelle und gemeinschaftliche Förder- und Beschäftigungsangebote sowie eine Tagespflege.


Verwaltung und Personalräume sowie ein Teilhabezentrum sind im Erdgeschoss des Altbaus untergebracht, in den oberen Geschossen befinden sich barrierearme Wohnungen für den freien Wohnungsmarkt und für Klienten im ambulant betreuten Wohnen. Dafür wurden die Grundrisse neu organisiert und Balkone an den Giebeln ergänzt.




Die Pflegeeinrichtung mit Appartements und offenen Gemeinschaftsbereichen befindet sich in einem 3-geschossigen Neubau. Große rückwärtige Gemeinschaftsterrassen ermöglichen mit einer offenen Treppe gleichzeitig den Zugang zum großzügigen Garten.

Der Neubau wurde aus Kalksandstein errichtet und mit einer vorgesetzten Holzfassade verkleidet. Die unterschiedlichen Grade der Vor-Verwitterung der einzelnen Holzplanken geben dem Haus einen warmen, lebendigen Charakter. Zur Terrasse hin gehen die Planken in einen lockeren Verbund über, was ein interessantes Licht-Schattenspiel im halboffenen Innenraum erzeugt.


Beide Gebäudeteile liegen auf einheitlichem Fußbodenniveau und werden durch einen Verbinderbau mit Aufzug barrierefrei erschlossen.


Die FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG beabsichtigte, im dicht bebauten Paulusviertel ein Wohngebäude in zweiter Reihe
zu errichten.

Unser Entwurf nutzt das ehemals mit Garagen bebaute Grundstück maximal aus und gewann damit den 1. Preis im Wettbewerbsverfahren. Die unterschiedliche Höhenstaffelung des Gebäudes gewährleistet den zweiten Rettungsweg für jede Wohneinheit über Leitern der Feuerwehr, so dass auf die Herstellung einer Umfahrung verzichtet werden konnte.

Somit konnte ein insgesamt 5-geschossiges Wohngebäude mit 18 barrierefrei zugänglichen Wohnungen und einer Tiefgarage mit 22 Stellplätzen entstehen, das alle gesetzten Prämissen des Bauherrn an Belichtung, Begrünung und Privatsphäre erfüllt.

Durch die geschickte Baukörperanordnung ist das freistehende Wohnhaus allseitig von Grün umgeben – mit halböffentlichem Freisitz, Spielplatz sowie auch privaten Terrassen und Gärten.

Jede Wohnung hat einen großzügigen Freisitz als Loggia in den Obergeschossen oder als Terrasse im Erdgeschoss.


Der warme Rotton der lebendigen Putzfassaden kontrastiert mit Sichtbetonelementen, in die eine Bambusstruktur eingegossen ist. Die Erschließungsbereiche sind hell und freundlich und werden durch anthrazitfarbene Fenster und Brüstungen akzentuiert. Der Neubau wurde als KfW 70-Energieeffizienzhaus umgesetzt.


Im Auftrag der AWG Wohnungsgenossenschaft e.G. Altenburg entstand eine barrierefreie Wohnanlage in Verbindung mit einer neuen Begegnungsstätte. Der Neubau orientiert sich in Kubatur und Geschossigkeit an der umgebenden Bebauung und reagiert durch seinen 3-gliedrigen Baukörper auf die vorhandene städtebauliche Situation am Sperlingsberg. Wesentliches Ziel war die Ausbildung eines anspruchsvollen Auftakts für das gesamte Wohngebiet.


Die drei 5-geschossigen Baukörper werden über außen liegende, nach Osten bzw. Norden ausgerichtete Laubengänge in allen Geschossen miteinander verbunden. Zwei außen liegende Treppenhäuser mit Aufzügen ermöglichen den barrierefreien Zugang zu allen 52 Wohnungen, die über- wiegend von älteren Menschen genutzt werden.


Abstellboxen in den Laubengängen bilden Pufferzonen zur belebten Münsaer Straße und gliedern gleichzeitig den Verkehrsraum und die Fassade. Durch den Wechsel von geschlossenen und offenen Räumen entstehen im Laubengang Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche, die von den Bewohnern gern angenommen werden und ein gutes Nachbarschaftsklima unterstützen.


Eine großzügige Begegnungsstätte im Erdgeschoss bildet ein gemeinsames Zentrum für alle Anwohner des Sperlingsberges.






1. Preis Einladungswettbewerb
Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen der Thüringer Fernwasserversorgung wurde auf dem Gebiet der ehemaligen Trinkwasseraufbereitungsanlage in Dörtendorf ein neuer Meisterstützpunkt errichtet.
Der Typologie der umliegenden Hofsituationen entsprechend erfolgte die Anordnung aller nötigen Funktionsbereiche (Garagen, Werkstätten, Lager) unter Einbeziehung des vorhandenen Gebäudebestandes um einen zentralen Werkhof.
Der zweigeschossige Neubau beherbergt neben dem Herzstück der Anlage, einem Datenknotenpunkt für das gesamte Versorgungsnetz der Thüringer Fernwasserversorgung, auch die Büroeinheiten und Sanitärbereiche der neuen Meisterbereiche.