
Mit dem sogenenannten „Riesenhaus“ wird ein prägendes Einzeldenkmal aus dem 17. Jahrhundert behutsam saniert und in zeitgemäßen Wohnraum überführt.
Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz begleiten wir das Projekt mit maßgeschneiderten Lösungen, das den besonderen Anforderungen des sechsgeschossigen, denkmalgeschützten Bestandsgebäudes gerecht wird und und gleichzeitig heutige Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Die komplexe Gebäudestruktur mit Durchfahrt, Mansarddach und massiven Treppenhäusern erforderte präzise Analysen und kreative Lösungen. Durch einen Anleiterversuch konnten bestehende Rettungsfenster trotz begrenzter Abmessungen weiterhin als sichere Rettungswege nachgewiesen werden. Bestehende Holzbalkendecken wurden brandschutztechnisch kompensiert, ohne in die historische Substanz einzugreifen. Vernetzte Rauchwarnmelder sorgen heute für eine schnelle, hausinterne Alarmierung aller Wohneinheiten.
So verbindet das Brandschutzkonzept Sicherheit, Denkmalschutz und moderne Wohnqualität, ohne die Identität des Gebäudes zu beeinträchtigen. Unsere Fachplanung verbindet technisches Know-how mit Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz.





In ruhiger Wohnlage der nördlichen Innenstadt von Halle (Saale) entstand ein fünfgeschossiges Wohngebäude mit 18 Wohneinheiten in zweiter Reihe.
Durch ein geschicktes und schlüssiges Brandschutzkonzept gelang es uns in unserem siegreichen Wettbewerbsbeitrag, den Neubau unter Einhaltung der Abstandsflächen optimal auszudehnen und einen Entwurf mit maximaler Wohnfläche vorzulegen.
Alle Wonungen sind kreisförmig um ein innenliegendes Treppenhaus organisiert, welches im Brandfall so lange wie möglich rauchfrei gehalten werden kann. Für den vorderen Gebäudeteil kann die Personenrettung im Brandfall durch die Fahrzeuge der Feuerwehr erfolgen, während für den hinteren Baukörper individuelle Anleiterflächen realisiert wurden. Damit erfüllen wir die Vorgaben der Bauordnung schaffen die Grundlage für eine sichere Evakuierung und wirksame Löscharbeiten.
Das Projekt zeigt, wie durch frühzeitige Brandschutzplanung architektonische Qualität und optimale Grundstücksauslastung vereint werden können.



Für die beiden baugleichen Wohnhochhäuser vom DDR-Plattenbau-Typ P2 entwickelten wir im Zuge der energetischen Sanierung neben der gesamten Objektplanung auch eine maßgeschneiderte Brandschutzplanung.
Im Fokus stand die sichere Evakuierung der Bewohner über zwei bauliche Rettungswege – eine besondere Herausforderung, da der verbindende Rettungsgang nur in drei Etagen vorhanden ist. Ergänzend zur neuen Balkonanlage aus Stahlbeton-Fertigteilen entlang der Westfassade wurden gezielte brandschutztechnische Maßnahmen integriert. Durch den Einbau feuerbeständiger Türen in Abstellräumen und Lobby sowie einen zusätzlichen Hinterausgang im Erdgeschoss konnte die Sicherheit entscheidend erhöht werden.
Das Ergebnis ist ein belastbares Brandschutzkonzept für den Sonderbau, das Bestand, Nutzung und Zukunftsfähigkeit vereint.
Als Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz entwickeln wir genehmigungsfähige Lösungen, die Sicherheit schaffen und kostenoptimierte Sanierungen verlässlich ermöglichen.





Als erfahrene Brandschutzplaner haben wir die brandschutztechnische Ertüchtigung dieses Wohnhochhauses in Hermsdorf erfolgreich umgesetzt.
Aufgabe war die Erfüllung der Schutzziele der Thüringer Bauoordnung – also ein umfassender Gefahrenabwehrschutz für Bewohner und Einsatzkräfte.
Die Maßnahme umfasste die Optimierung der Außenhülle, risikoorientierte Sanierung, die Schaffung sicherer Rettungswege sowie den Rauch- und Wärmeabzug.
Wir koordinierten Objektplanung, Genehmigungen und Umsetzung zu einer normkonformen Lösung. Die abgeschlossene Ertüchtigung erfüllt zuverlässig das Schutzziel und erhöht die Sicherheit deutlich.





Das direkt an die Bitterfelder Innenstadt angrenzende Quartier ist auf drei Seiten mit insgesamt 24 baugleichen Platten-Wohnhäusern bebaut, die aufgrund des langjährigen Sanierungsstaus einen hohen Leerstand verzeichnen.
Die jeweils 5-geschossigen Zweispänner haben derzeit keinen Ausgang zum Innenhof und sind untereinander durch einen im Souterrain liegenden Fernwärme-Verteilergang miteinander verbunden.
Unsere Studie untersuchte Vorschläge zur Neuordnung und Aufwertung des Quartiers:
- Teilrückbau von Blöcken
- Abstaffelung von Geschossen
- Schaffung von Durchgängen und Aufwertung des Innenhofs zum öffentlichen „Stadtpark“
- Zonierung privater, halböffentlicher und öffentlicher Außenbereiche mit Mieter- und
- Gemeinschaftsgärten
- Verbindung der Wohnungen mit dem grünen Innenhof
- Besetzung der freigelassenen Quartiersecke
- Öffnung der geschlossenen Giebelwände
- Varianten zur barrierefreien Erschließung durch Aufzüge und Laubengänge
- Grundrissänderungen zur Schaffung eines bunten Wohnungsmixes einschließlich Maisonette-Lösungen




Aufbauend auf der Studie werden im 1. Bauabschnitt die elf baugleichen Plattenbau-Wohnblocks der Emil-Obst-Straße umgebaut und modernisiert.
Durch Rückbau zweier Blocks werden drei kompakte Blocks gebildet, die außerdem um zwei Etagen reduziert werden. Einer der beiden dadurch entstehenden Zwischenräume wird als Durchgang in den großen parkähnlichen Innenhof gestaltet. Dabei ist der im Souterrain liegende Fernwärme-Verbindergang zu überqueren, wodurch eine interessante Schwellen- und Übergangssituation entsteht.
Im Zuge der Fassadensanierung werden auch die bestehenden Balkone zurückgebaut und durch tiefere, freistehende und damit wärmebrückenfreie Konstruktionen ersetzt. Die Giebelwände werden durch Fenster belebt, so dass teilweise Tageslichtbäder entstehen. Die ehemals unprätentiösen Hauseingänge werden durch attraktive, adressbildende Windfänge ergänzt. Den Wohnungen im Hochparterre werden Mietergärten zugeordnet.
Durch behutsame Grundrissänderungen wird ein bunter Wohnungsmix von 2- bis 4-Raum-Wohnungen geschaffen.




Mit der energetischen Sanierung der zwei 11-geschossigen Hochhäuser P2 setzt die GWG Halle-Neustadt mbH ein starkes Zeichen für Zukunftsfähigkeit und Wohnqualität.
Ein neues, zentrales und barrierearmes Eingangsgebäude verbindet beide Häuser und schafft ein klares, einladendes Entree. Das begrünte Dach und die sanft geführte Rampe unterstreichen den nachhaltigen und nutzerfreundlichen Ansatz.
Im Eingangsbereich sind von außen zugängliche Fahrradabstellräume integriert, die den Alltag der Bewohner spürbar erleichtern. Im Inneren ergänzen zusätzliche Abstellräume das funktionale Konzept sinnvoll.
Herzstück des neuen Foyers ist der mittig angeordnete Concierge, der Orientierung bietet und Begegnung ermöglicht. Farbig beschichtete Lochblechpaneele an Wänden und Decken verleihen dem Raum eine lebendige, moderne Atmosphäre. So entsteht ein Eingangsbereich, der nicht nur verbindet, sondern Identität stiftet und willkommen heißt.




Durch den Bauherren war der Umbau der bestehenden Souterrain Wohnung mit einer Wohnfläche von ca. 65 m² in Halle Kröllwitz gewünscht.
Nach dem Rückbau von alten Putzlagen, nicht tragenden Innenwänden und alten Fußbodenaufbauten erfolgte der schrittweise Wiedereinbau der neuen Elemente.
Um einen räumlichen Bezug zum nach Süden ausgerichteten Vorgarten zu erreichen, wurde ein Teilbereich auf das Niveau der Souterrain- Wohnung gebracht, so dass ein kleiner privater Außenraum entstanden ist.
Neben dem Einbau von neuen, denkmalgerechten Holzfenstern erfolgte der Neuaufbau des Fußbodens mit Fußbodenheizung. Ein ehemaliger Abstellraum wurde zum neuen, innen liegenden Bad umfunktioniert. Alte Türen wurden fachgerecht aufgearbeitet, fehlende Türblätter in Anlehnung neu gebaut. Das neue Parkett wurde durch großformatige Fliesen in Küche und Bad ergänzt.




Die Hauptgeschäftsstelle Sparkasse Burgenlandkreis hat ihren Sitz in einem barocken Bürgerhaus am Marktplatz in Weißenfels, das in den 1990er Jahren um einen rückwärtigen Neubau entlang der Marktgasse und der Großen Kalandstraße erweitert wurde und neben der Filiale im Erdgeschoss auch Büros und Veranstaltungsräume in den Obergeschossen beherbergt.


Ziel der Umbaumaßnahmen war die Neugestaltung des Erdgeschosses, um ein frisches, zeitgemäßes Ambiente für den Besucherverkehr zu schaffen – verbunden mit einem energetischen wie haustechnischen Update durch die vollständige Erneuerung von Fußbodenheizung, Klimatisierung, Sicherheits- und Kommunikationstechnik sowie der WC-Anlagen. Zudem sollten im Zuge der Neustrukturierung von Funktionsbereichen auch ein Teil der Filialfläche für Fremdvermietungen nutzbar gemacht werden.


Das zentrale frei fließende Raumensemble überrascht mit einer modernen, offenen Deckengestaltung mit einer sichtbaren Installationsebene, die optisch mit allen technischen Einbauten und Leitungen in einem einheitlichen dunklen Farbton zusammen- gefasst wurde. Es entsteht eine großzügige, offene Raumwirkung, die zudem eine leichte Revisionierbarkeit und künftige Anpassung der Haustechnik ermöglicht.


Exponierte Wandflächen wurden mit Designtapeten regionaler Motive gestaltet, die von der Grafikerin Luise Worms exklusiv für das Objekt entworfen wurden und gleichzeitig Namensgeber der einzelnen Räume sind. Eine raumhohe Wandgestaltung sowie die Nachbildung des Sparkassen-Logos aus konservierten Moosen setzen farbliche und gestalterische Highlights.


Der Gestaltungsansatz fasst die unterschiedlichen räumlichen Situationen und baulichen Strukturen zu einem einheitlichen Ganzen zusammen. Dies gelingt durch einheitliche Materialien und Farben sowie das durchgängige Thema des geometrischen „Rahmens“ aus Eichenholz, das sich an Empfang, Kasse, Berater-büros und Einbauregalen wiederfindet.


Als verbindendes Gestaltungselement ziehen sich zwei Leucht-Lianen als dreidimensionale Lichtskulpturen durch das gesamte Raumensemble. Exponierte Bereiche werden durch Ringleuchten fokussiert, kreisrunde Akustik-Elemente runden den abwechslungs-reichen und gleichzeitig ruhigen Gesamteindruck ab.


Der rückwärtige Servicebereich mit seinem einladenden großen Konferenztisch kann außerhalb der Geschäftszeiten für Veranstaltungen an Geschäftspartner der Nachbarschaft vermietet werden. Die Beraterräume wurden hier in autarken, frei im Raum stehenden Boxen untergebracht, die den Gesamtraum erkennbar lassen und ihn gleichzeitig gliedern und auflockern.


Über die offene Teeküche bzw. die Garderobe ist das Backoffice erreichbar – ein Großraumbüro mit Flex-Arbeitsplätzen, Telefon-boxen für entspanntes gemeinsames Arbeiten und anliegenden Einzelbüros für leitende Kollegen.



Nahe des Zentrums an den historischen Franckesche Stiftungen gelegen wurden 12 ursprünglich baugleiche Wohnhochhäuser von verschiedenen Wohnungsgesellschaften saniert.
Mit unserem Beitrag für 2 Häuser der Wohnungsgenossenschaft FROHE ZUKUNFT konnten wir zu einer deutlichen Steigerung der Wohnqualität und zur Stabilisierung der Vermietungssituation beitragen. Das Gebäude wurde vollflächig gedämmt, einzelne Bauteile brandschutzmäßig ertüchtigt und die inneren Erschließungsräume aufgewertet. Die städtebaulich dominanten Baukörper erhielten eine neue Balkonanlage entlang der gesamten Westseite.


Bei der Gestaltung der Ostseite und der Giebelfassaden wurde das Fugenbild der bestehenden geschosshohen Platten aufgegriffen und auf den neuen Außenputz projiziert. Auch in der Tragkonstruktion der vorgestellten Balkonablage ist ursprüngliche Gedanke des modularen Betonfertigteilbaus ablesbar. Farblich ist die gesamte Fassade homogen innerhalb einer Farbfamilie gestaltet.


Der Gebäudesockel erhielt als Neuinterpretation der bauzeitlichen Gestaltung eine Bekleidung aus dunklen, kleinteiligen Glasfliesen. Im Wechselspiel zwischen matten und glänzenden Oberflächen ist hier ebenfalls das Logo des Bauherrn erkennbar.

Mit der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes entstand ein neuer Haupteingang, der als „Adresse“ verstanden wird und Besucher wie Mitarbeiter durch eine vorgelagerte Eingangszone ins Gebäude leitet.


Während sich der Anbau, der auch zwei Vorstandsräume und einen Besprechungsraum enthält, baukörperlich in den Bestand einordnet, nimmt er durch Fassadengestaltung und Materialität eine eigenständige Position innnerhalb des Gesamtensembles ein. Die Aufstockung des Bestandsgebäudes wurde als vorgefertigter Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Metallfassade umgesetzt.
Die schützende und zugleich durchlässige „Filterschicht“ aus perforierten Metallen (z.B. Lochblech und Streckmetall) wird als neues Leitmaterial verstanden und zieht sich gestalterisch als verbindendes Element bis über die Hauptfassade.


