Brandschutzkonzept reha FLEX Saline

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Anlass und Ziel

Das ehemalige Saunahaus der Saline von 1883 ist heute ein ambulantes Reha-Zentrum. Es wurde nach und nach um drei weitere Gebäudeteile erweitert und sollte nun einen weiteren zweigeschossigen Anbau erhalten.

Weil hier über die Jahre Bauteile verschiedener Zeiten und Materialien zusammengewachsen sind, musste der Brandschutz für den gesamten Gebäudekomplex neu bewertet werden.

Ziel war ein Gesamtkonzept, das den Bestand, das Denkmal und den Neubau verbindet.

Besondere Herausforderungen

Täglich besuchen rund 250 Patienten das Haus, zu Stoßzeiten bis zu 180 Personen gleichzeitig, viele davon bewegungseingeschränkt. Sie verteilen sich auf sechs Ebenen, vom Bad im Untergeschoss bis zum Seminarraum im Dachgeschoss.

Der denkmalgeschützte Altbau bringt Holzbalkendecken, eine offene Holztreppe und Lichtschächte über mehrere Geschosse mit. Nach heutigem Baurecht sind das Schwachstellen, die sich nicht ohne weiteres beseitigen lassen, ohne die historische Substanz aufzugeben.

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brandschutz-konzept-reha-flex-saline_historisches-treppenhaus

Konzept

In unserem Brandschutzkonzept haben wir konsequent vom Schutzziel aus geplant, anstatt pauschal jedes Bauteil auf Neubauniveau zu bringen. Alle Abweichungen vom Baurecht wurden offen benannt und durch passende Maßnahmen ausgeglichen.

Das Gebäude wird durch eine vorhandene, brandwandähnliche Wand in zwei Rauchabschnitte geteilt – im Brandfall wechseln die Nutzer in den jeweils anderen rauchfreien Abschnitt und verlassen von dort das Haus.

Insgesamt stehen drei bauliche Rettungswege zur Verfügung, darunter eine neue Außentreppe am Anbau. Der zweite Rettungsweg aus den oberen Geschossen wurde bei einer Anleiterprobe der Feuerwehr praktisch nachgewiesen.

Um die historischen Fenster zum Treppenhaus zu erhalten, ergänzen wir eine zweite Verglasungsebene in F30-Qualität. Abgerundet wird das Konzept durch gezielt nachgerüstete Rauchschutztüren und Türschließer, aufgewertete Treppenhauswände und die auf das ganze Haus erweiterte und vernetzte Brandwarnanlage.

BS rehaFLEX Saline

Mehrwert für Bauherrn und Nutzer

  • Genehmigungsfähiges Gesamtkonzept für Bestand und Neubau aus einer Hand
  • Denkmal bleibt im Gebäude sichtbar und erlebbar
  • Wirtschaftlich durch gezielte Ertüchtigung statt großflächiger Maßnahmen
  • Nachweisbare Sicherheit für Patienten und Personal (Evakuierungsübung mit Räumung in 4 Minuten 18 Sekunden)
  • Klare organisatorische Regeln für den Alltag, damit der Brandschutz auch im laufenden Betrieb funktioniert

Projekt-Steckbrief

Standort: Mansfelder Straße 52 in Halle (Saale) Auftraggeber: reha FLEX Saline Rehabilitationsklinik Halle GbR Planungsumfang: LPH 3/4 AHO Gebäudeklasse: Gebäudeklasse 5 (Sonderbau)
Planung: 2025-26
Nutzungsfläche: 30 Nutzungseinheiten Brutto-Grundfläche: ca 3.000 m²